@ Gissy
Ich hab auch den Eindruck, das nicht viele mit diskutieren . Das liegt sicherlich - wie du schon sagtest - am Rahmen: KSM ist ein Fußballmanager-Forum und nicht ein Ich-bin-unzufrieden-Forum. Das Thema hat sich (für mich mal wieder) aus dem Thema Weihnachten ergeben...
Zu deinem skizzierten Kreislauf nur kurze Anmerkungen: Der Wirtschaft geht es besser denn je (auch wenn sie jammert, aber das gehört wie überall zum Handwerk) und das Geld ist da, nur mehr als ungerecht verteilt.
Was jeder tun kann? Als erstes denke ich ist Wissen von Nöten (und deswegen schreiben wir ja auch hier, sozusagen als eine erste mögliche Aktion: Aufklärung). Selbst unser (auch von mir) viel gescholtenes TV bringt manchmal interessante Sachen, z.B. das über die Kindersklaven. Nichts wissen zu können ist heute keine Ausrede mehr. Es wird alles dokumentiert. Als zweites ist das Befragen unseres Gewissens, ob wir als das Unrecht weiter zulassen wollen, und auch MitLeid ein guter Ansatzpunkt. Und drittens ist das Finden von MitstreiterInnen eine gute Sache: allein machen sie dich ein und du findest sowieso kaum Gehör allein...
Was ich gemacht habe? Viel! Und bei meinen Aktivitäten bin ich davon ausgegangen, das der Kapitalismus gewissermaßen Komplizen hat, die auch selbständig wirken können, z.B. Rassismus/ Faschismus. Da habe ich viel getan. Ebenso im Bereich der Antiatom-Bewegung. Ich wil keinen Dreck, der unendlich strahlt, wenige reich macht und der dann Allgemeinheit überlassen wird. Wir haben sovile andere Energie, warum dann diese tödliche?
Ich überlasse es deiner Phantasie, was ich da alles gemacht habe. Wenn dir nichts einfällt, schreibe ich gerne...
Und was ich vorallendingen gemacht habe, ist mit den Menschen Bier zu trinken und mit ihnen zu plaudern oder die Welt (trotz der ganzen Sch...) zu genießen und zu feiern. Jepp!! Also, keine falschen Hemmungen: Macht den Zapfhahn und eure Münder auf und los ....
@ SEGGA
Bei deinen Ausführungen, warum der Kapitalismus sich durch gesetzt hat, fehlt mir die historische Sichtweise. Und die läßt leider einen anderen Schluß zu. Kurz gesagt: Die Macht und der Reichtum des Feudalismus blieb fast in den gleichen Händen. Und vorallendingen das Prinzip blieb auch gleich: Der Zugang zu Ressourcen (z.B. Bildung) und Geld wird vererbt, nur das jetzt nicht der Adel allein mehr dran beteiligt ist. Das Märchen "Vom Tellerwäscher zum Millionär" ist nicht typisch für unsere Gesellschaft und kann leider für die Begründung von Chancengleichheit nicht erhalten.
Und ich kann nicht außerhalb der Gesellschaft leben und ich will auch nicht woanders hin, daher ist der Kapitalismus notgedrungen auch die Basis meines Lebens. Aber mir geht es nicht gut damit, das weltweit die Menschen hungern, verrecken und unter anderen erbärmlichen Bedingungen leben, nur damit unser Reichtum und unser Wohlstand erhalten bleibt. Mir geht es nicht gut damit, das es auch bei uns Arme gibt. Und ich finde es aus Respekt vor dem Leben (und das ist mehr als nur täglich was zu essen zu haben und ein Dach über dem Kopf!) der andern Menschen verwerflich, mich nicht auch und gerade hier darum zu kümmern. Wo denn sonst?