Der Finanzskandal in England - die Nieten im Profifussball 
Der englische KSM-Profifussball wird derzeit von schweren Finanzskandalen überschattet. Mehrere Vereine der ersten und zweiten Liga wurden vom Verband wegen des Verstosses gegen die Lizensauflagen mit zum Teil deftigen Punktabzügen bedacht.2. Liga:Fulham WizardsDie Wizards offenbaren eine grosse Bandbreite der potentiellen Probleme eines Vereins im bezahlten Fussball.
Die ersten neun Jahre genoss Fulham unter der Führung von Omini den Ruf eines wirtschaftlich solide geführten Unternehmens. So konnte auch die Peripherie in einen angemessenen Zustand versetzt werden. Leider konnte der damalige Manager niemals aufkommende Gerüchte entkräften, dass unter seiner Regie Insidergeschäfte sowie ein reger Austausch zwischen mehreren Vereinen stattgefunden haben.
Zumindest wurde zum Ende der Saison neun ein gesunder Verein mit erreichtem 3. Tabellenplatz an den Nachfolger Hoerb übergeben, womit gleichzeitig auch der Sinkflug begonnen haben sollte. Hoerb hielt es nicht lange bei den Wizards - Platz 6 zum Saisonfinale schien für ihn nicht ausreichend zu sein.
Der Italien-Legionär Dennizli wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verpflichtet. Zuspät erkannte das Vereinspräsidium, dass somit auch der sportliche Abstieg in die 2. Liga einher ging. Zwar schaffte Denizli den sofortigen Wiederaufstieg, doch erreichte das Team niemals mehr die oberen Tabellenregionen. Über seinen Nachfolger - Jose Mourinho - decken wir lieber den Mantel des Schweigens: Zu seiner Leistung gehören der Abstieg sowie eine Hypothek von 6 Strafpunkten, die Mourinho leider nicht selbst "auslöffelt".
Der Verein steht heute im Tabellenkeller mit einer deutlichen finanziellen Schieflage. 10 der 19 Profis haben ein fortgeschrittenes Alter - die meisten dieser Spieler werden wohl keinen Anschlussvertrag unterschreiben. Das Stadion ist zwar riesig - die Platzaufschlüsselung verspricht aber keine überdimensionalen Einnahmen.
Unsere Wertung: Ein absoluter Sanierungsfall. Der neue Trainer hat eine Mannschaft mit Vergangenheit aber ohne Zukunft. Fulham wird sich unter einem neuen Management zwar im bezahlten Fussball halten können, die Rückkehr ins Oberhaus wird aus unserer Sicht innerhalb der nächsten beiden Jahre nicht als sinnvoll erachtet. Der Neuaufbau einer leistungstarken, zukunftssicheren Mannschaft hat absoluten Vorrang.